Neue Welten erwachen

Momentan entwickeln drei, noch nicht näher genannte und äußerst talentierte Hobbyautoren ein neues, eigenes Universum. Ob, wann und wo es davon mehr zu lesen gibt, ist noch ungewiss. Hier ein kleiner ‘Teaser’ zu einem Charakter.

Was zur glühenden Lava soll ich dir bauen?« Nymael sah der jungen Frau zweifelnd in die Augen. In hinreißend große, braune Augen.
Nairea blinzelte kokett, straffte sich. Der Erfinder senkte seufzend den Blick einige Handbreit. Wie konnte jemand nur so unglaublich große …
»Hey, kannst du sie mir jetzt machen oder nicht?« Die nörgelnde Stimme riss ihn zurück in die Realität.
»Klar kann ich die ein paar ausklappbare Flügel bauen.
»Mit denen ich auch wirklich abhebe?« Ihre Stimme kippte.
»Selbst das lässt sich machen.« Nymael griff sich ans Kinn. »Allerdings wirst du damit nicht durch die Luft segeln können. Nur leicht über dem Boden schweben.«
Schmollend schob Nairea die Unterlippe vor.
Er seufzte erneut. »Ach komm. Das muss reichen. Sonst brichst du dir noch den hübschen Hals. Und DAS wäre äußerst schade.«
»Du bist echt ´n Spinner, Onkel Nymi.« Sie beugte sich herab und gab dem kleinen Mann einen Kuss auf die weißen Zöpfe.
Sein Herz raste. Beschämt ob seiner Gefühle wandte er sich um. Was war nur aus seiner kleinen Nichte geworden? War es wirklich erst vier Jahre her, dass er ihr die dampfbetrieben Schuhe mit Rollen darunter gebaut hatte?
»In vier Tagen müssen sie fertig sein!«
»Was«, fuhr er herum. »Das geht nicht! Ich muss noch dieses Gewehr …« Er biss sich auf die Lippen. Der Auftrag war streng geheim. Er hatte absolutes Stillschweigen geschworen. Die Modifikationen waren höchst illegal. Wenn etwas davon rauskäme, er würde für den kurzen Rest des Lebens in die schwefeligen Strafkolonien wandern.
»Aber Onkel, in vier Tagen ist das Fest. Ohne die Flügel kann ich nicht hin. Damit wäre alles für mich ruiniert.«
»Welches Fest?«, fragte er geistesabwesend.
»Terhu, du Träumer. Erinnerst du dich noch daran? Verkleiden! Mit anderen Spaß haben, Feiern!« Sie sah ihn kopfschüttelnd an. »Du versackst hier total in deiner Werkstatt.«
»Ok, ich machs ja«, brummte er zerknirscht.
Strahlend danke sie ihm, riss die Tür auf und verschwand im grellen Sonnenlicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.